Weiterbildungen kosten Geld, doch es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten. Mit der Pflegeinitiative sind neue Unterstützungsangebote hinzugekommen. Ob Ausbildungsbeiträge, Arbeitgeberbeteiligung oder Stipendien: Hier erfährst du, welche Optionen dir offenstehen und wie du sie beantragst.
Im Rahmen der Ausbildungsoffensive erhalten Studierende an Höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH) Ausbildungsbeiträge. Diese müssen nicht zurückgezahlt werden.
Viele Spitäler und Pflegeeinrichtungen beteiligen sich an Weiterbildungskosten ihrer Mitarbeitenden. Die Konditionen variieren stark je nach Arbeitgeber und Art der Weiterbildung.
Stipendien werden vom Wohnkanton vergeben und richten sich nach dem Einkommen und Vermögen. Sie gelten primär für Erstausbildungen, aber auch für anerkannte Weiterbildungen.
Für Vorbereitungskurse auf eidgenössische Berufsprüfungen (BP) und höhere Fachprüfungen (HFP) übernimmt der Bund bis zu 50% der Kurskosten. Dies gilt z.B. für die Berufsprüfung Langzeitpflege.
Kantonale Ausbildungsdarlehen oder private Bildungskredite bieten zinsgünstige Finanzierung. Im Gegensatz zu Stipendien müssen sie zurückgezahlt werden.
Du kannst mehrere Förderquellen kombinieren! Zum Beispiel: Arbeitgeberbeitrag für Kurskosten, kantonale Ausbildungsbeiträge für Lebenskosten, plus Subjektfinanzierung für BP-Kurse. Prüfe alle Optionen und stelle mehrere Anträge.
Stipendien werden vom Wohnkanton vergeben. Hier die Anlaufstellen für die Region Basel:
Stipendiengesuche brauchen Zeit: Sammle alle Unterlagen, rechne mit Bearbeitungszeiten von mehreren Wochen bis Monaten. Reiche Anträge mindestens 3 Monate vor Ausbildungsbeginn ein.
Stipendien und Ausbildungsbeiträge sind in der Regel steuerfrei. Arbeitgeberbeiträge können je nach Kanton unterschiedlich behandelt werden. Frag im Zweifelsfall beim Steueramt nach.
Bei Stipendien und Pflegeinitiative-Beiträgen können Rückzahlungspflichten entstehen. Bei Arbeitgeberbeiträgen gilt oft eine anteilige Rückzahlung je nach Verpflichtungsdauer. Prüfe die Bedingungen vor Unterschrift.
Ja, berufsbezogene Weiterbildungskosten sind in der Regel abzugsfähig (abzüglich erhaltener Beiträge). Bewahre alle Belege auf. Der maximale Abzug ist kantonal unterschiedlich geregelt.
CAS und MAS fallen nicht unter die Subjektfinanzierung (die gilt nur für BP/HFP). Hier sind Arbeitgeberbeiträge und allenfalls Stipendien die Hauptquellen. Einige Hochschulen bieten Ratenzahlung an.
Konkrete Angebote an BZG, FHNW, Uni Basel
Ausbildungsbeiträge und Förderprogramme
Karrierewege und Weiterbildungsmöglichkeiten
Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick
Vergleich der Förderarten
Stipendienstellen Region Basel
Schritt für Schritt zur Finanzierung
Häufige Fragen
Quellen und weiterführende Informationen
Verwandte Artikel
Pflegeinitiative-Beiträge
Arbeitgeberbeiträge
Kantonale Stipendien
Subjektfinanzierung HBB
Bildungskredit / Darlehen
Welche Förderung passt zu dir?
Kombinieren erlaubt
Checkliste: So gehst du vor
Frühzeitig planen
Muss ich Ausbildungsbeiträge versteuern?
Was passiert bei Ausbildungsabbruch?
Kann ich Weiterbildungskosten von den Steuern abziehen?
Gibt es Förderung für CAS/MAS-Programme?
Weiterbildungen Region Basel
Pflegeinitiative Umsetzung
Spezialisierungen Pflege
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Aargau
Solothurn
- Wer: HF- und FH-Studierende Pflege
- Seit wann: Rückwirkend ab 1. Juli 2024
- Antrag: Beim Wohnkanton
- Rückzahlung: Keine (bei regulärem Abschluss)
- Typische Beteiligung: 50-100% der Kurskosten
- Oft mit Verpflichtung: 1-3 Jahre Verbleib nach Abschluss
- Arbeitszeit: Teilweise bezahlte Freistellung
- Antrag: Beim Vorgesetzten/HR frühzeitig
- Voraussetzung: Schweizer Bürger/in oder Aufenthaltsbewilligung
- Einkommen: Einkommens- und Vermögensprüfung
- Umfang: Lebenskosten und Ausbildungskosten
- Rückzahlung: Keine (Stipendium) oder ja (Darlehen)
- Wer: Teilnehmende an BP-/HFP-Vorbereitungskursen
- Beteiligung: 50% der anrechenbaren Kurskosten
- Maximum: CHF 9’500 (BP) / CHF 10’500 (HFP)
- Auszahlung: Nach Absolvieren der Prüfung
- Kantonale Darlehen: Oft zinslos oder sehr zinsgünstig
- Private Kredite: Bei Banken, höhere Zinsen
- Rückzahlung: Nach Abschluss der Ausbildung
- Tipp: Zuerst kantonale Möglichkeiten prüfen
- Weiterbildung wählen: Informiere dich über Inhalte, Dauer und Kosten
- Arbeitgeber anfragen: Frühzeitig das Gespräch suchen, Beteiligung klären
- Pflegeinitiative prüfen: Falls HF/FH-Ausbildung, Beiträge beim Kanton beantragen
- Stipendien recherchieren: Kantonale Stipendienstelle kontaktieren
- Subjektfinanzierung: Bei BP/HFP-Kursen SBFI-Beiträge einplanen
- Restfinanzierung klären: Eigenanteil, ev. Bildungskredit
- Fristen beachten: Anträge rechtzeitig einreichen
- Dokumente sammeln: Lohnabrechnungen, Steuererklärung, Zulassungsbestätigung
- SBFI: Subjektfinanzierung höhere Berufsbildung
- educa.ch: Stipendienrechner Schweiz
- Kanton Basel-Stadt: Pflegeinitiative-Beiträge
- berufsberatung.ch: Aus- und Weiterbildung finanzieren
| Förderart | Für wen geeignet | Rückzahlung | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Pflegeinitiative | HF/FH Pflege-Studierende | Nein | Mittel |
| Arbeitgeber | Angestellte im Gesundheitswesen | Ev. Verpflichtung | Gering |
| Stipendien | Personen mit tiefem Einkommen | Nein | Hoch |
| Subjektfinanzierung | BP/HFP-Kandidierende | Nein | Mittel |
| Bildungskredit | Alle mit Finanzierungslücke | Ja | Gering |
Stipendien BS →Stipendien BL →Stipendien AG →Stipendien SO →
Neu 2024Häufigste Quelle
