Notfallmanagement und BLS-AED | BFG Baselland

Bei einem Kreislaufstillstand zählt jede Sekunde. Ohne Sauerstoffversorgung beginnt das Gehirn bereits nach 3-5 Minuten irreversibel zu schädigen. Als Pflegefachperson bist du oft die erste Person vor Ort und deine schnelle, kompetente Reaktion kann Leben retten. Der Swiss Resuscitation Council (SRC) hat die BLS-AED-Richtlinien 2025 aktualisiert.

Der Swiss Resuscitation Council definiert einen einheitlichen Algorithmus für die Basisreanimation (Basic Life Support, BLS) mit Anwendung eines automatischen externen Defibrillators (AED). Dieser gilt für alle Altersgruppen.

Eigenschutz beachten, Gefahrenzone sichern. Nur wenn sicher, zur Person vorgehen.

Person ansprechen und an den Schultern rütteln: «Hören Sie mich? Alles in Ordnung?»

Bei Bewusstlosigkeit sofort laut um Hilfe rufen! Andere Personen einbeziehen für Notruf und AED-Holen.

Kopf überstrecken, Kinn anheben. Mund kontrollieren und sichtbare Fremdkörper entfernen.

Sehen (Brustkorbbewegung), Hören (Atemgeräusche), Fühlen (Luftstrom). Schnappatmung = keine normale Atmung!

Keine normale Atmung = Kreislaufstillstand! Sofort 144 anrufen (lassen). AED holen (lassen).

30 Thoraxkompressionen, dann 2 Beatmungen. Zyklus wiederholen bis Hilfe eintrifft oder AED bereit ist.

Sobald verfügbar: AED einschalten und den Sprachanweisungen folgen. CPR nur für Analyse und Schock unterbrechen.

Die Thoraxkompressionen sind der wichtigste Teil der Reanimation. Sie halten den Blutkreislauf künstlich aufrecht und versorgen lebenswichtige Organe mit Sauerstoff.

Druckpunkt: Mitte des Brustkorbs, auf dem Brustbein. Handballen aufsetzen, Finger verschränken.

Jede Unterbrechung der Thoraxkompressionen reduziert die Überlebenschance. Kompressionen sollten maximal 10 Sekunden unterbrochen werden (z.B. für AED-Analyse oder Beatmung).

Der automatische externe Defibrillator (AED) analysiert den Herzrhythmus und gibt bei Bedarf einen Elektroschock ab. Bei Kammerflimmern oder pulsloser ventrikulärer Tachykardie ist die Defibrillation die einzige wirksame Therapie.

AED einschalten und Sprachanweisungen folgen

Oberkörper freimachen, Elektroden wie abgebildet aufkleben

Während Analyse niemand berühren («Abstand!»)

Bei Schockempfehlung: «Achtung Schock!» – Auslösen

Sofort weiter mit CPR (30:2)

Nach 2 Min: AED analysiert erneut

Nasse Haut: Trocknen vor Elektrodenanlage. Starke Brustbehaarung: Rasieren oder Elektroden fest andrücken. Herzschrittmacher/ICD: Elektroden mindestens 8 cm entfernt platzieren. Medikamentenpflaster: Entfernen, Stelle abwischen.

Neben dem Kreislaufstillstand gibt es weitere akute Notfallsituationen, die schnelles Handeln erfordern. Hier ein Überblick der wichtigsten:

Person atmet, reagiert aber nicht

Verschlucken mit Atemnot

Schwere allergische Reaktion

Unterzuckerung bei Diabetikern

Verdacht auf Hirnschlag

Herzinfarkt-Verdacht

Im Spitalsetting gibt es strukturierte Abläufe für Notfallsituationen. Als Pflegefachperson solltest du diese kennen und regelmässig trainieren.

Der SRC empfiehlt für Spitalpersonal mit Patientenkontakt mindestens alle 2 Jahre einen BLS-AED-Refresher. Viele Spitäler bieten häufigere interne Trainings an. Nutze jede Gelegenheit zum Üben!

Wisse, wo auf deiner Station und in deinem Arbeitsbereich der nächste AED ist. Die Standorte sollten dokumentiert und der Sanitätsnotrufzentrale (SNZ) bekannt sein. Prüfe regelmässig, ob der AED einsatzbereit ist.

Notfallmedikamente und sichere Verabreichung

Notfallprotokolle und Sicherheitskultur

Handlungspflicht in Notfallsituationen

Der BLS-AED-SRC Algorithmus

Thoraxkompressionen (Herzdruckmassage)

AED-Anwendung

Weitere Notfallsituationen

Notfallmanagement im Spital

Quellen und weiterführende Informationen

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Innerklinischer Notfall

Regelmässiges Training

AED-Standorte kennen

Medikamentenlehre

Qualitätsmanagement

Berufsrecht in der Pflege

Sicherheit gewährleisten

Bewusstsein prüfen

Um Hilfe rufen

Atemwege freimachen

Atmung prüfen (max. 10 Sekunden)

Notruf 144 alarmieren

Mit CPR beginnen

AED einsetzen

Bewusstlosigkeit mit Atmung

Fremdkörperaspiration

Anaphylaxie

Hypoglykämie

Schlaganfall (FAST)

Akutes Koronarsyndrom

  • Neben dem Patienten knien, auf Brusthöhe
  • Handballen auf die Mitte des Brustkorbs setzen
  • Zweite Hand darüber, Finger verschränken
  • Arme gestreckt, Schultern senkrecht über den Händen
  • Brustkorb 5-6 cm tief eindrücken
  • Nach jeder Kompression vollständig entlasten (aber Hände nicht abheben)
  • Frequenz 100-120/min (Tempo «Stayin‘ Alive»)
  • Rechte Elektrode: Unterhalb des rechten Schlüsselbeins
  • Linke Elektrode: Seitlich unter der linken Achsel (auf Brustwarzenhöhe)
  • Stabile Seitenlage
  • Atemwege freihalten
  • Notruf 144
  • Atmung kontinuierlich überwachen
  • Husten ermutigen
  • 5 Rückenschläge
  • 5 Heimlich-Handgriffe
  • Bei Bewusstlosigkeit: CPR
  • Auslöser stoppen
  • Adrenalin-Autoinjektor
  • Flach lagern, Beine hoch
  • Notruf 144
  • Symptome: Schwitzen, Zittern, Verwirrtheit
  • Bei Bewusstsein: Traubenzucker oral
  • Bei Bewusstlosigkeit: kein oraler Zucker!
  • Notruf, ggf. Glucagon i.m.
  • Face: Gesichtslähmung?
  • Arms: Arm-Schwäche?
  • Speech: Sprachstörung?
  • Time: Sofort 144!
  • Brustschmerz, Atemnot, Übelkeit
  • Oberkörper hoch lagern
  • Enge Kleidung öffnen
  • Notruf 144, AED bereithalten
  • Alarmierung: Interner Notfallalarm gemäss Spitalrichtlinie (Telefonnummer, Codewort)
  • Reanimationsteam: Kommt mit erweiterter Ausrüstung (Defibrillator, Medikamente, Atemwegsmaterial)
  • Deine Rolle: BLS starten, Team alarmieren, Informationen bereitstellen, Anweisungen befolgen