Resilienz wird auch als das «Immunsystem der Seele» bezeichnet.
In der Pflege ist sie die Voraussetzung für ein langes, gesundes Berufsleben.
Die gute Nachricht: Resilienz ist erlernbar, lässt sich gezielt trainieren.
Der Begriff stammt vom lateinischen resilire (zurückspringen).
Resiliente Menschen finden selbst nach schweren Krisen wieder ins Gleichgewicht.
Sie können Stress bewältigen, ohne daran zu zerbrechen, gehen oft gestärkt
aus Herausforderungen hervor.
Das Modell der 7 Säulen der Resilienz wurde von der Diplompsychologin
Ursula Nuber entwickelt und ist eines der bekanntesten Resilienz-Modelle im deutschsprachigen Raum.
Jede Säule steht für eine trainierbare Fähigkeit.
Die Psychologin Emmy Werner begleitete 698 Kinder auf Hawaii über 40 Jahre.
Trotz schwieriger Startbedingungen (Armut, Missbrauch, psychisch kranke Eltern)
entwickelte sich ein Drittel zu stabilen, glücklichen Erwachsenen.
Fazit: Resilienz ist nicht angeboren, sondern kann entwickelt werden.
Ein Glückstagebuch ist eine der wirksamsten Resilienz-Übungen.
Schreibe jeden Abend auf:
Durch das regelmässige Aufschreiben trainierst du dein Gehirn, positive Dinge
bewusster wahrzunehmen. Nach wenigen Wochen verändert sich die Wahrnehmung messbar.
Ein Feldtagebuch hilft, erfolgreiche Bewältigungsstrategien zu erkennen
und für künftige Stresssituationen zu trainieren:
Pflege bewusst Kontakte zu Kolleg:innen. Austausch hilft bei der Verarbeitung und schafft ein Sicherheitsnetz.
Auch kurze Pausen zählen. 5 Minuten bewusst durchatmen ist besser als keine Pause.
Feiere kleine Erfolge bewusst. Ein dankbares Lächeln einer Patientin zählt genauso wie grosse Meilensteine.
«Nein» sagen ist keine Schwäche. Wer sich überlastet, hilft langfristig niemandem.
Bewegung, gesunder Schlaf und Ernährung sind die Basis. Achte auf Körpersignale. Ergänzend kann zelluläres Atemtraining (IHHT) die Stressresilienz auf körperlicher Ebene stärken.
Gefühle zuzulassen und auszusprechen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
Ausgleich ausserhalb der Arbeit ist essenziell. Was gibt dir Energie? Tu mehr davon.
Resilienz ist wichtig, aber kein Allheilmittel für strukturelle Probleme in der Pflege.
Personalmangel, Überstunden und unzureichende Vergütung können nicht allein durch
individuelle Widerstandskraft kompensiert werden. Resilienz ist ein Werkzeug,
keine Lösung für systemische Mängel.
In der Pflege ist Team-Resilienz mindestens so wichtig wie individuelle Widerstandskraft.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit ist unverzichtbar, stärkt jeden Einzelnen.
Wenn die Belastung zu gross wird und eigene Ressourcen nicht mehr ausreichen, ist professionelle Unterstützung wichtig. Burnout-Prävention in Basel bietet präventive Begleitung, bevor es zur Erschöpfung kommt.
Symptome erkennen und vorbeugen
Praktische Übungen für zwischendurch
Professionelle Begleitung nutzen
Die 7 Säulen der Resilienz
Praktische Übungen für den Pflegealltag
7 Strategien für mehr Resilienz im Pflegealltag
Team-Resilienz in der Pflege
Unterstützung auf verschiedenen Ebenen
Das Glückstagebuch
Das Feldtagebuch
Was Team-Resilienz fördert
Quellen & weiterführende Links
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Supervision & Coaching
- 3 Dinge, für die du heute dankbar bist
- 1 Sache, die du gut gemacht hast
- 1 schöner Moment, auch wenn er klein war
- Situation: Was ist passiert?
- Reaktion: Wie habe ich reagiert?
- Ergebnis: Was hat funktioniert, was nicht?
- Lernen: Was nehme ich mit?
- Erfolge gemeinsam feiern: Auch kleine Erfolge bewusst anerkennen
- Stärken würdigen: Was kann jede/r im Team besonders gut?
- Wertschätzung kommunizieren: Danke sagen, konkret und regelmässig
- Ressourcen aktivieren: Wer hat gerade Kapazitäten? Wer braucht Entlastung?
- Offene Fehlerkultur: Aus Fehlern lernen statt Schuld zuweisen
- Atemübungen in den Alltag integrieren
- Glückstagebuch führen
- Netzwerk aktiv pflegen
- Warnsignale ernst nehmen
- Weiterbildung in Resilienz besuchen
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- Einatmen: Durch die Nase 4 Sekunden lang einatmen
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- Wiederholen: 3-4 Durchgänge für spürbare Entspannung
«Ein resilientes Team trägt, wenn einzelne Mitglieder schwächeln.
Und das Wissen darum, aufgefangen zu werden, macht wiederum jeden Einzelnen stärker.»
Resiliente Menschen sind überzeugt, dass sie Situationen verbessern können.
und sehen Herausforderungen als Chancen zur Weiterentwicklung.
Statt sich an Vergangenes zu klammern oder in Selbstmitleid zu versinken,
geht es darum, die Realität anzunehmen, als Grundlage für Veränderung.
Resiliente Menschen fokussieren auf das, was sie beeinflussen können.
und verschwenden keine Energie auf Unveränderliches.
Das bedeutet nicht, dass äussere Faktoren keine Rolle spielen.
aber du entscheidest, wie du damit umgehst.
Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit warten nicht auf andere,
sondern gehen selbst voran und gestalten aktiv.
Resiliente Menschen können Hilfe annehmen.
und bieten selbst Unterstützung an.
Resiliente Menschen haben eine Vorstellung davon, wohin sie wollen.
und können flexibel auf Hindernisse reagieren.
